Pflanzen › Giersch
Giersch
Aegopodium podagraria · auch: Geissfuss, Baumtropfen
Das Gartenunkraut, das nach Petersilie schmeckt – aber ein Doldenblütler mit tödlichen Verwandten.
nur aus dem eigenen Garten, wo du ihn seit Jahren kennst MärzAprilMaiJuni
Was und wann sammeln
- Junge Blätter (März–Juni): Die noch glänzenden, hellgrünen, zusammengefalteten Blättchen.
Monatsangaben fürs Mittelland. In höheren Lagen beginnt alles später und hört früher auf.
So erkennst du Giersch
- Blätter «dreimal drei»: drei Blattgruppen mit je drei gesägten Blättchen (Löwenzahn Verlag).
- Stängel grün und im Querschnitt dreikantig (Löwenzahn Verlag).
- Geruch angenehm nach Möhre und Petersilie (Löwenzahn Verlag).
- Wächst flächig mit unterirdischen Ausläufern, oft in Gärten und Gebüschen, aber auch an Gräben und Bachufern (dort wegen des Wasserschierlings nicht sammeln; Standort laut Löwenzahn Verlag).
Bewusst noch keine Bilder von Giersch und den Doppelgängern.
Verwechslungsgefahr
Achtung
Geschützt in deinem Kanton oder Bundesland?
Laut der Liste von InfoFlora ist Giersch (Aegopodium podagraria) in keinem Kanton geschützt.
Quelle: InfoFlora, Schutzstatus der Gefässpflanzen nach Kantonen, Stand 17.08.2026. InfoFlora übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit. Was «geschützt» genau bedeutet, regelt jeder Kanton selbst; massgebend sind die kantonalen Gesetze. Dazu gelten überall die Regeln in Naturschutzgebieten, Wald und auf Privatgrund. Mehr zum Sammeln und Recht
Deutschland: nicht in der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV Anlage 1).
Österreich: Massgebend ist das Naturschutzrecht deines Bundeslandes. Mehr zu Österreich
Oma Liesels Rezept: Gierschspinat wie bei Grossmutter
Aus dem eigenen Beet, wo du jedes Pflänzchen kennst: Giersch fällt zusammen wie Spinat und schmeckt milder.
Du brauchst
- 2 grosse Handvoll junge Gierschblätter aus dem eigenen Garten
- 1 kleine Zwiebel
- 1 EL Butter
- 2 EL Rahm
- Salz, Muskat
So geht’s
- Blätter waschen und grob hacken.
- Zwiebel in Butter glasig dünsten, Giersch dazugeben und zusammenfallen lassen.
- Mit Rahm, Salz und Muskat abschmecken. Passt zu Rösti oder Spiegelei.
Wichtig, Kind: Nur sammeln, was du zu 100 % sicher bestimmst – im Zweifel stehen lassen. Diese Seite ersetzt kein Bestimmungsbuch, keinen Kurs und keine ärztliche Beratung. Beachte Schutzgebiete, Privateigentum und die Regeln deines Kantons. Sicher sammeln: die Grundregeln
Quellen
- Tox Info Suisse: Giftige Garten- und Wildpflanzen (Merkblatt, PDF)
- Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg: Gefleckter Schierling
- Universität Zürich (Vetpharm), Arznei- und Giftpflanzen: Conium maculatum
- Giftzentrale Bonn: Wasserschierling
- Löwenzahn Verlag (Magazin): So kannst du Giersch erkennen
Zuletzt geprüft: 18.10.2026. Alle Texte auf dieser Seite sind neu geschrieben; die Fakten stammen aus den genannten Quellen.